
Schilddrüse
Nebenschilddrüse
1. Symptome
Die Symptome der Schilddrüsenunter- oder -überfunktion sind vielfältig. Sie reichen von Verdauungsproblemen (Verstopfung, Durchfall) über psychische Veränderungen (Abgeschlagenheit, Gereiztheit, Depression) und Hautveränderungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen, einem veränderten Temperaturempfinden und sexuellen Beeinträchtigungen.
Typisch für Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder den Morbus Basedow sind Über- oder Unterfunktionserscheinungen wie Gereiztheit, Haarausfall, Herzrasen und starke, kurzfristige, psychische Schwankungen.
2. Diagnostik
In der Regel werden ein Abtasten der Schilddrüse, eine Labordiagnostik sowie ein Ultraschall benötigt, um eine zuverlässige Diagnose zu stellen.
Im Labor werden die Schilddrüsenhormone gemessen, Autoantikörper, das Serum Calcium und teils das Zwischenzellhormon Calcitonin, um einen seltenen aggressiven Schilddrüsenkrebs auszuschliessen.
Hin und wieder wird eine Szintigrafie erforderlich, nämlich dann, wenn eine Überfunktion/Hyperthyreose abzuklären ist. Ist eine Schilddrüsenvergrößerung besonders ausgeprägt, kann ein CT des Halses und des Brustkorbes oder eine MRT-Untersuchung weiterhelfen.


3. Behandlung & Operation
Das exakte konservative Verfahren oder ein OP-Verfahren richtet sich nach der vorliegenden Erkrankung.
Während bei sehr aktiven Autoimmunerkrankungen manchmal die gesamte Schilddrüse entfernt wird, kann bei milden Formen rein medikamentös behandelt werden.
Im Falle von Schilddrüsenknoten kann eine isolierte Knotenentfernung oder Teilentfernung der Schilddrüse vorgenommen werden. Alternativ steht uns in Kürze außerdem ein Radiofrequenzablationsgerät zur Verfügung. Mithilfe dieser modernen Technologie kann ein Schilddrüsenknoten in einer ca. 25-minütigen Prozedur "durch die Haut" per Punktion und OHNE Operation behandelt werden.
Generell gilt: die Wahl des passenden Verfahrens wird gemeinsam mit Ihnen besprochen.
4. Narkose
Für eine Operation wird eine Narkose benötigt. Hierzu werden Sie vom Narkosearzt beraten und die Operation dann ambulant oder kurzstationär durchgeführt.
Für eine Radiofrequenzablation (RFA-Therapie) reicht die örtliche Betäubung aus.
5. Heilungsphase
Direkt nach dem Eingriff können Sie sich normal bewegen. Dennoch sollten Sie in den ersten 72 Stunden keine körperlichen Anstrengungen und für die folgenden 2 Wochen auf Sport verzichten.
Die Wundheilung erfolgt in mehreren Schritten. Sie dauert ca. 10 - 12 Tage.
Ein Wundfaden muss nicht gezogen werden.
Eine leichte "Wasseransammlung" in oder oberhalb der Wunde verschwindet in der Regel nach rund 4 Wochen. In dieser Zeit ist es ratsam, die Wunde keiner starken Sonneneinstrahlung bzw. einem Solarium auszusetzen, um Pigmentstörungen zu vermeiden.


6. Sonstiges
Die Gefahr von operativen Nervenverletzungen am Nervus recurrens bzw. den Stimmbandnerven und einer damit einhergehenden Heiserkeit liegt bei mir bei unter 1 %. Zusätzlich verwende ich ein Neuromonitoring während der Op zur Überwachung der Funktion.
Als Alternative Therapie kann manchmal eine Radiojodtherapie in einer externen Nuklearmedizin erfolgen.
Seit 1999 befasse ich mich mit allen Arten von Schilddrüsen-Erkrankungen.
Nach Ausbildung bei mehreren deutschen Universitätschirurgen und über 5000 Patientenbehandlungen in diesem Spezialgebiet biete ich Ihnen eine genaue Diagnostik und sichere Operation an.
Zudem behandle ich Erkrankungen der Nebenschilddrüsen, bei Nebenschilddrüsenadem / Überfunktion - die unbehandelt schwere Langzeitschäden an Herz und Gefäßen verursacht.
7. Leitlinien
S2k-Leitlinie Operative Therapie benigner Schilddrüsenerkrankungen:
088-007l_S2k_operative_Therapie_benigner_Schilddruesenerkrankungen_2025-03-verlaengert.pdf
