Gallenstein
Gallenblasenpolyp
1. Symptome
Gallensteine bilden sich in der Regel durch eine Sammlung flüssiger Gallensalze in der Gallenblase. Das geschieht in der Regel sehr langsam und löst zunächst keine Symptome aus. Wenn ein Gallenstein aber in die Mündungsöffnung der Gallenblase drückt, treten entweder Druckgefühle nach Mahlzeiten auf oder kräftige, krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch. Übelkeit und Erbrechen stellen heftige Begleiterscheinungen während einer Gallenkolik dar.


2. Diagnostik
Zur Diagnostik bei Gallenbeschwerden gehören stets:
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ein ausführliches Gespräch,
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eine körperliche Untersuchung,
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eine Blutabnahme sowie
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ein Ultraschall des Bauches.
Ein Ultraschall des Bauchraumes mit besonderem Blick auf die Leber, die Gallenblase und die Gallengänge hilft weiter. Wir führen dieses selbstverständlich in der Praxis durch. Hierbei werden die Größe und Wanddicke der Gallenblase sowie die Größe der Steine analysiert.
Je kleiner ein Gallenstein ist, desto eher besteht die Gefahr, dass dieser in den Hauptgallengang wandert und schwere und gefährliche Entzündungen der Bauchspeicheldrüse verursacht. Große Steine von mehr als 2 bis 5 cm Durchmesser verursachen häufig nur ein Druckgefühl nach dem Essen.
3. Behandlung & Operation
Die minimalinvasive, operative Entfernung der Gallenblase wird gemeinsam besprochen. Sie werden ausführlich aufgeklärt. Der Aufenthalt reicht von ambulant bis kurzstationär. In der Regel bleiben Sie über eine Nacht. Bei unkompliziertem Verlauf und Wohlbefinden ist eine Entlassung bereits am Tag der OP möglich.
Ein minimalinvasiver Eingriff ist nahezu immer möglich. Er dauert je nach Körpergröße und -gewicht zwischen 25 und 40 Minuten. Bei sehr schlanken Patientinnen und Patienten kann eine Operation kosmetisch sehr ansprechend mit lediglich 3 mm feinen Instrumenten entfernt werden. Der Standard liegt bei (ebenfalls dünnen) 5 mm Instrumenten.
Bei selten auftretenden Problemen (Wahrscheinlichkeit unter 1%) muss die Operation gegebenenfalls über einen so genannten offenen Zugang durchgeführt werden, was den Aufenthalt verlängert. Aus meiner über 15jährigen Erfahrung als Chefarzt liegt das Risiko einer offenen Operation bei einer geplanten Gallenblasenentfernung unter 1%
In der Regel können Sie mit einer raschen Erholung rechnen. Sie verspüren dann nach bereits ca. 4 bis 5 Tagen kaum noch Beschwerden.


4. Narkose
Es wird eine Vollnarkose benötigt und nach modernstem Standard von erfahrenen Fachärzten durchgeführt.
5. Heilungsphase
Trotz der nur sehr kleinen Inzisionen / Wunden besteht eine Arbeitsunfähigkeit meist für ca. 7 bis 14 Tage.
Eine schnelle Gesundung ist das Ziel.
Aufgrund des Eingriffs, bei dem medizinisches CO2-Gas in den Bauchraum geblasen (und am Ende abgesaugt) wird, sollten Flugreisen im Anschluss an die Operation für rund 4 bis 6 Wochen vermieden werden.
6. Sonstiges
Sollte vor der Operation ein zu hoher Bilirubinwert (Gallesekret) im Blut getestet werden, muss die Operation verschoben und die Ursache abgeklärt werden. In der Regel erfolgt dies über Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder einen Gastroenterologen.
7. Leitlinien
Wir arbeiten nach den aktuellsten AWMF-Leitlinien, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. Den zur Zeit in Überarbeitung befindlichen Leitlinienreport zur aktualisierten S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-und Viszeralchirurgie (DGAV) zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Gallensteinen (AWMF-Register-Nr.021/008 finden Sie hier.

