
Enddarm & After
(Proktologie)
1. Symptome
Die Symptome in diesem Bereich sind vielfältig denn die Anzahl der Erkrankungen ist hoch.
Bei starken Schmerzen wenden Sie sich bitte direkt an uns. Eine nicht- oder wenig schmerzhafte Veränderung Ihrer "normalen Stuhlgewohnheit“ sollte abgeklärt werden. Dies dient auch der Krebsvorsorge.
Entzündliche oder tumoröse Veränderungen im unteren Enddarm entziehen sich oft dem eigenen Empfinden.
Eine Auswahl der häufigsten Symptome: hellrote „frische“ Blutungen, dunkel-livide Blutungen, Juckreiz, brennende Schmerzen, Nässen, gelblicher Ausfluss, Druck oder Schwellung, ungewollter Stuhlabgang, Gewichtsverlust, dünner sog. Bleistiftstuhl, das Gefühl der „unvollständigen Stuhlentleerung“, Verstopfung und schleimiger Stuhlgang.
2. Diagnostik
Die körperliche Untersuchung umfasst lokale Inspektion, digitale Austastung des After, Proktoskopie mit Einmalkamera, Rektoskopie mit einem Schaurohr, Ultraschall und/oder Gewebeprobenentnahme mit anschließender histologischer Untersuchung.
3. Behandlung & Operation
Je nach Ursache werde ich Sie über die geeignetsten Heilungsalternativen informieren. Oft reichen Salben, Zäpfchen, eine Nahrungsergänzung oder -umstellung aus. Bei anderen Ursachen kann ein kleiner operativer Eingriff oder eine Laserbehandlung für eine meist dauerhafte Gesundung erfolgreich sein. Viele Erkrankungen im Bereich der Proktologie lassen sich ambulant behandeln.


4. Narkose
Je nach operativer Maßnahme reicht eine lokale oder kurze Narkose aus.
5. Heilungsphase
Gerade am Gesäß und im After selbst stellen die mechanische Belastung durch den Stuhlgang und eine zu häufige Reinigung ein Hindernis für die schnelle und gute Wundheilung dar.
Hier unterstütze ich Sie mit erfahrungsgemäß hilfreichen Tipps zum Verhalten nach der Operation. Schmerzmittel und schließmuskel-entkrampfende Salben helfen gut bei regelmäßiger Verwendung.
6. Sonstiges
Manche Erkrankungen wie etwa Analprolaps (Aftervorfall) oder Rektumprolaps (Enddarmvorfall) können durch eine Liftingkorrektur sehr schmerzarm korrigiert werden. Dazu sollten Sie ein oder zwei Nächte kurzstationär bleiben, um seltene Frühkomplikationen sicher zu erkennen.
Bei der Stuhlinkontinenz werden über eine Sakralnervenstimulation, d.h. über die Implantation eines Kontinenzschrittmacher, hohe Erfolgsquoten verzeichnet.
Im Durchschnitt liegt der Erfolg bei 85% - 90%.
Die Rektozele stellt eine innere Ausbuchtung der sog. Rektumampulle dar. Sie kann ambulant oder mit einer Übernachtung, je nach Eingriff, gut behandelt werden.

